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Der Goldpreis und der Einfluss der Zypernkrise

GoldpreisAls Konsequenz aus der Zypernkrise, die im März dieses Jahres die Gemüter erregte und die News und Wirtschaftsnachrichten bestimmte, haben viele Fachleute nicht nur einen steigenden Goldpreis, sondern auch einen Run auf verschiedene alternative Anlageformen vorausgesagt. Die im Zusammenhang mit der Ausweitung des Europäischen Rettungsschirms ESM auf Zypern heiß diskutierte Zwangsabgabe auf Sparguthaben der Bürger Zyperns veranlasste vielfach zu Mutmaßungen, dass eine Flucht in Gold erfolgen könnte, um Bankguthaben in eine sichere Anlageform zu transferieren. Jahrelang galten ja Rohstoffe, vor allem aber Gold, Silber und andere Edelmetalle als krisensichere Anlage mit steigendem Potenzial.

Nach Zwischenhoch erneuter Absturz des Goldpreises

Zunächst sah es Mitte des letzten Monats auch beinahe so aus, als ob dieser Umstand auch wirklich eintreffen würde, denn der Goldpreis stieg zunächst auf etwas über 1.600 Dollar pro Feinunze (31,103g). Als sich jedoch die Wogen der Empörung über den Umstand, dass alle Bürger für die Misswirtschaft der zypriotischen Banken zur Kasse gebeten werden sollten, ein wenig geglättet hatten und feststand, dass von der Zwangsabgabe nur diejenigen Bankkunden betroffen sind, deren Bankguthaben 100.000 Euro übersteigt, änderte sich plötzlich dieser Trend. Der Goldpreis setzte nicht nur seine kontinuierliche Talfahrt, die ihn seit Oktober 2012 bestimmt, fort, sondern der Kurs des Edelmetalles ging seit Anfang April sogar rasant nach unten und landete schließlich bei unter 1.350 Dollar.

Der Goldpreis erholt sich langsam wieder

Viele Beobachter sind dabei der Meinung, dass einer der Gründe für den rapide sinkenden Goldpreis, die Gerüchte um die Absicht der Bank of Cyprus sein könnten, einen Teil der Goldreserven des Landes auf den Markt zu werfen. Damit sollten angeblich Mittel freigesetzt werden, um die Auflage zu erfüllen, nahezu die Hälfte der zur Sanierung notwendigen 23 Milliarden Euro selbst zu erwirtschaften. Mittlerweile scheint sich der Goldpreis allerdings wieder gefangen zu haben, denn derzeit steht er wieder bei etwas über 1.400 Dollar mit steigender Tendenz, was viele Anleger zu der Frage veranlasst, ob man vielleicht jetzt günstig einsteigen sollte.

Obwohl zahlreiche Experten der Meinung sind, der Preis für die Feinunze Gold könne bis zum Ende dieses Jahres auf rund 1.800 Dollar steigen, raten Anlageexperten dazu, das Risiko zu streuen und nicht auf die eine, wenn auch „goldene Karte“ zu setzen. Vielmehr sollte auch auf „Betongold“ in Form von Immobilien, Aktienfonds und dividendenstarke Aktien geachtet werden, wenn es darum geht, Bankguthaben in gewinnbringende Geldanlagen umzuwandeln.

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