Home / Finanzierung, Hauskauf / Grundstückskauf: der erste Schritt zum Eigenheim

Grundstückskauf: der erste Schritt zum Eigenheim

GrundstückkaufEndlich soll der Traum vom Eigenheim verwirklicht werden. Konkrete Vorstellungen wurden bereits in Plänen umgesetzt oder vielleicht wurde auch die Vorbestellung für das Fertigteilhaus bereits getätigt. Das Grundstück ist ausgewählt, Zeit, es endgültig zu erwerben. Die Größe ist ideal, die Lage ebenfalls. Das Grundstück scheint für das geplante Haus wie maßgeschneidert. Mit dem Eigentümer wurde der Preis ausgehandelt, eigentlich sollte es kein Hindernis mehr geben. Doch bevor der Kaufvertrag unterzeichnet wird, ist ein Blick in das Grundbuch und den örtlichen Bebauungsplan anzuraten.

Grundbuch und Bebauungsplan

In Deutschland wird das amtliche Grundbuch von den Amtsgerichten als Verzeichnis der Grundstücke geführt. Eine Ausnahme stellt Baden-Württemberg dar, wo die Gemeinden als Grundbuchämter fungieren. Die Einsicht ist öffentlich eingeschränkt und nur Personen vorbehalten, die ein entsprechendes Interesse oder die Bewilligung des Eigentümers nachweisen können. Auch ist die Einsicht in das Grundbuch gebührenpflichtig. Der Blick ins Grundbuch ist nicht nur wegen der Auskunft über die tatsächlichen Besitzverhältnisse wichtig, sondern auch wegen eventuell eingetragener Rechte. So könnte etwa auf dem ausgewählten Grundstück ein Wege- oder teilweises Nutzungsrecht des Nachbarn eingetragen sein oder das Recht zur Verlegung von Leitungen durch den Stromnetzbetreiber. Durch die Einsicht können unliebsame Überraschungen vermieden werden, denn eingetragene Rechte können nicht widerrufen werden. Da in Deutschland nicht jede Person jedes Haus in jeder Lage bauen darf, stellt der Bebauungsplan eine wichtige Informationsquelle dar. So könnte der Fall eintreten, dass das geplante Traumhaus über zwei Stockwerke verfügt, der Bebauungsplan jedoch nur den Bau von eineinhalb Stockwerken erlaubt. Oft sind auch die Dachziegelfarben vorgeschrieben und die Abstandsverhältnisse zum Nachbarn. Auch ist nicht allerorts jeder Stil erlaubt. Der Bebauungsplan gibt ebenfalls Auskunft über die Widmung des Gebiets. Liegt das Grundstück in einem Wohn- oder Mischgebiet? In einem Mischgebiet kann es zu erhöhter Lärmbelästigung und zu Unannehmlichkeiten kommen, da auch Gewerbeimmobilien errichtet werden dürfen.

Kosten beim Grundstückskauf

Wichtig ist auch zu klären, ob das Grundstück erschlossen ist, ob also die Anschlüsse an die Kanalisation, an Strom- und Gasleitungen sowie an das Wasserversorgungssystem vorhanden sind. Beim sogenannten fertigen Bauland ist die Aufschließung noch nicht abgeschlossen, im Gegensatz zum fertig freien Bauland, das vollkommen aufgeschlossen ist.Gebaut darf auf beiden werden, doch fallen beim fertigen Bauland noch Arbeiten an sowie eventuelle Kosten. Die Erschließung erfolgt durch die Kommune, doch die Kosten trägt der Grundbesitzer. Generell sind bei der Kalkulation neben dem eigentlichen Grundstückspreis und eventuellen Erschließungskosten noch Nebenkosten zu berücksichtigen, wie Grunderwerbssteuer, Notarkosten und Gebühren. Wurde das Grundstück durch einen Makler vermittelt, erhöhen sich die Ausgaben noch um seine Provision.

Hier nachlesen ...

Tapezierarbeiten – Wände kreativ gestalten

Sie haben genug von weißen Wänden und wollen Ihre Wand neu gestalten, wissen aber nicht …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.