Sagenhafter Goldschatz der Thraker in Bulgarien entdeckt

Sofia – In einem unscheinbaren Hügel im Nordosten von Bulgarien schlummert ein sagenhafter Goldschatz – und ein Team von Archäologen hat ihn gehoben. Es sind Grabbeigaben in der obersten Schicht eines Kuppelgrabes aus dem späten vierten oder frühen dritten Jahrhundert vor Christus – also etwa 2300 Jahre alt. Damals ist im heutigen Bulgarien die Zivilisation der Thraker auf ihrem Höhepunkt, jenes rätselhafte Volk, über das bereits Homer in seinem Epos vom Trojanischen Krieg berichtet. Auf beiden Seiten der Donau lebt damals das Reitervolk der Geten, die zu den Thrakern gezählt werden. Die Thraker sind geschickte Goldschmiede. So finden sich in dem Grab hier unter anderem eine Goldkrone mit den Köpfen von Löwen und Fantasietieren sowie prunkvoller goldener Gewandschmuck. Nach diesem sagenhaften Schatz hoffen die Archäologen um Ausgrabungsleiterin Diana Gergova hier auf weitere spektakuläre Funde. Gergova glaubt, dass neue Ausgrabungen das Grab eines Thraker-Königs zum Vorschein bringen werden. Ein anderes Grab ganz in der Nähe wird bereits zum Welterbe der UNESCO gezählt – als Zeuge einer Kultur, die ihre Hochzeit erlebte und bald danach unterging.

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