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Scheidung: Wenn auf Wolke 7 ein Sturm aufzieht


Glückliche gemeinsame Jahre, die Hochzeit folgt, man schwebt auf Wolke 7 und der Wunsch besteht, stets dort zu bleiben. Die Krönung der langjährigen Beziehung sind oftmals die Kinder. Heutzutage sind die meisten Wunschkinder und Eltern wollen ihnen natürlich ein ideales Familienleben bieten. Leider bleibt es nicht immer alles rosarot und harmonisch wie gewünscht. Es ziehen Sturmwolken auf und aus dem sonnigen Liebesglück wird ein handfestes Gewitter. Unfrieden und Streit sind an der Tagesordnung. Die Folge ist, dass es eines Tages nur eine Lösung gibt: Trennung und Scheidung.

Bis das der Tod uns scheidet

Fälle wie diese sind dem Familienrecht geläufig und sieht dafür entsprechende Regelungen vor. In den Jahren 2006 bis 2014  gab es in Deutschland 134.803 minderjährige Kinder, die von einer Scheidung betroffen waren. 2015 kam es zu 163.335 Ehescheidungen, mit 131.749 betroffenen minderjährigen  Kindern.

Damit ist rund jede dritte Ehe nicht durch den Tod geschieden, sondern bereits lange vorher durch das Gesetz. In diesen Fällen müssen sich die Betroffenen mit dem Familienrecht auseinandersetzen und da dieses sehr komplex ist, ist oftmals die Hilfe von einem Rechtsanwalt für Familienrecht notwendig.

Pflichten und Rechte nach der Scheidung?

Nach einer Ehescheidung ist grundsätzlich jeder Partner für sich selbst verantwortlich. Das sieht das Bürgerliche Gesetzbuch seit Januar 2008 vor. Nur bei bestimmten Voraussetzungen besteht das Recht auf Unterhalt. So kann ein Elternteil, dass ein Kind betreut, Unterhalt für dieses erhalten und das unabhängig davon, ob die Elternteile verheiratet waren oder nicht. Durch die Neuregelung wurden die Kinder aus ehelichen und nichtehelichen Beziehungen gleichgestellt. Zudem haben die Unterhaltsansprüche der Kinder stets Vorrang vor den Ansprüchen des nachehelichen Unterhalts.

Eltern die sich scheiden lassen bzw. trennen, sollten im Interesse der Kinder handeln, und sich nicht gegeneinander ausspielen. Die Eigenverantwortung der Eltern wurde mit dem neuen Unterhaltsgesetz gestärkt. Das bedeutet, dass von dem erziehenden Elternteil, trotz der Kinder frühzeitig eine Arbeit aufzunehmen ist. Ab wann das der Fall ist, das ist abhängig davon, wie es um die Kinderbetreuungsmaßnahmen bestellt ist.

Trennungsunterhalt – für den einen Recht, für den anderen Pflicht

Üblicherweise trennen sich Partner bevor es zu einer Ehescheidung kommt. In dieser Zeit kann der Ehepartner, der schlechter verdient oder eventuell sogar bedürftig ist, einen Zahlungsanspruch gegenüber den besser verdienenden geltend machen. Dabei handelt es sich um den Trennungsunterhalt. Wie hoch dieser ausfällt, das hängt von den ehelichen Erwerbs- und Vermögensverhältnissen ab.

Bei der Trennungszeit handelt es sich um den Zeitraum, in dem es möglich ist, dass es zu einer Versöhnung kommt. Aus diesem Grund sollten Veränderungen der familiären Verhältnisse nicht unbedingt angestrebt werden. Die Trennungszeit ist die Zeit der Orientierung, in der ein getrennt lebender Ehegatte nicht schlechter gestellt sein sollte als ein Geschiedener.

Hat die Ehefrau die Kinder zu Hause versorgt, dann muss sie sich in der Trennungszeit nicht zwangsläufig eine Arbeit suchen. Wobei hier noch weitere Faktoren eine Rolle spielen, wie bspw. Krankheit, Alter, die Dauer der Ehe und die gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse.

Das Familienrecht ist komplex und jeder Fall ist individuell. Aus diesem Grund ist es ratsam sich kompetente Hilfe von einem Rechtsanwalt für Familienrecht zu holen. Denn Trennung und Scheidung betreffen nicht nur das Äußere einer Familie, sondern erschüttern manche Ehepartner auch in deren Psyche. Aus diesem Grund ist jeder gut beraten, den Schritt in die Trennung und anschließende Scheidung nicht allein zu gehen, sondern sich fachlich beraten zu lassen.

Im Übrigen wird für die spätere Scheidung ein Rechtsanwalt für Familienrecht benötigt, da für die Einreichung des Scheidungsantrages Anwaltspflicht besteht. Sollte die Scheidung einvernehmlich vonstattengehen, ist es möglich, dass beide Parteien zusammen einen Anwalt aufsuchen.

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