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Baustellen – Instandhaltungsprogramme minimieren Ausfallzeiten

Zum Erfolg eines Unternehmens trägt grundsätzlich die Instandhaltung des Maschinen- und Fuhrparks nachhaltig bei. Betriebe können durch intelligente Maßnahmen die Herstellungsgesamtkosten reduzieren, Ausfallrisiken minimieren und eine hohe Qualität generieren sowie das Product-Lifecycle-Management effizienter gestalten.

Die Aufgaben der Instandhaltung verändern sich

Die Aufgaben der Instandhaltung verändern sich wegen immer weiter reichender Ziele. Erkennbar ist das an dem Fakt, dass diese früher ein Instrument war, um die Ausfallzeiten zu verringern und die Einnahmen konstant zu halten. Heute versprechen sich die Betriebe von einer intelligenten Instandhaltung eine Erhöhung der optimalen Lebensdauer: Das heißt, die Verlängerung der Restlebensdauer sowie die Einhaltung von Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltstandards. Unternehmen maximieren so die Verfügbarkeit einer Anlage, der Baumaschinen und der Fahrzeuge.

Zugleich bringt der Faktor Instandhaltung ein hohes Maß an Einsparpotenzial, bspw. bei den Störungsraten. Damit es möglich ist, dass vorhandene Potenzial vollständig auszuschöpfen, entwickelt die Industrie die entsprechenden Methoden immer weiter. Traditionell basiert das Instandhaltungsmodell auf einem reaktiven Modell: Tritt ein Schaden auf, dann wird dieser repariert – wahrscheinlich diese Methode nie ihre Aktualität verlieren.

Doch besonders bei sensiblen oder technisch anspruchsvollen Fahrzeugen und Maschinen, die bei den Unternehmen zum Einsatz kommen, erweist sich diese Vorgehensweise eher als ungenügend. Die Unternehmen nutzen bei derartigen Objekten oftmals periodische Instandhaltungspläne als Grundlage, für die Wartungsmaßnahmen. Bestimmte Komponenten werden dabei nach einem gewissen Zeitraum gewartet, wie bspw. nach sechs Monaten, einem oder zwei Jahren. Das Problem dabei ist, dass es im Detail mangelt: Die periodischen Wartungspläne basieren vor allem auf Statistiken und Erfahrungswerten. Ungewiss bleibt, ob eine Instandhaltungsmaßnahme zu diesem Zeitpunkt sinnvoll und notwendig ist.

Prognostik schafft Abhilfe

Im Zusammenhang mit den periodischen Wartungsplänen schafft eine sogenannte Prognostik Abhilfe. Von ihr wird nicht nur anhand der Fahrzeug- und Maschinendaten berechnet, ab wann mit einer Fehlfunktion zu rechnen ist, sondern auch, wann sich das Zeitfenster wieder schließt, in dem die Gegenmaßnahme ergriffen werden könnte, wie bspw. der Ersatz einer Bundbuchse der DIN-Norm 172. Aufgrund dessen dass diese Prognosen stets individuell errechnet werden, basieren sie nicht auf einem Durchschnittswert von anderen Maschinen und Fahrzeugen oder den Herstellerangaben. Das bringt den Vorteil mit sich, dass die individuelle Leistungskurve, die Unternehmensstrategie und ggf. frühere Vorfälle mit in die Prognose einfließen oder nicht. Damit erreichen Unternehmen eine hohe Präzision und Zuverlässigkeit.

Nicht nur in der Industrie, sondern auch im Baugewerbe haben die Betriebe den Wunsch, ihre Kunden an sich zu binden und eine Abwanderung zur Konkurrenz zu vermeiden. Aber kommt es dann trotz ausgeführter Maßnahmen zu unvorhergesehenen Ausfällen einer Maschine, dann verursacht das nicht nur Kosten, sondern bringt die Folge mit sich, dass der festgesetzte Fertigstellungstermin nicht eingehalten werden kann.

Erfolg und Scheitern liegen hier nah beieinander und ein Ausfall kann oft das gesamte Konzept umwerfen. Daher steht neben dem passenden Equipment die Funktionstüchtigkeit der Maschinen, Fahrzeuge und Ausrüstung im Fokus.

Die Vision: Datenbrillen für Baumaschinen-Monteure

Beim Baumaschinen-Hersteller Zeppelin steht nach eigenen Angaben der Baumaschinenservice ganz im Zeichen der Digitalisierung. Laut dem Unternehmen kommt es in Zukunft noch mehr darauf an, wo die Baumaschinen sich gerade im Einsatz befinden, wie viel Sprit sie verbrauchen, wann die nächste Wartung fällig ist und welche Fehlercodes vorliegen. In den Mittelpunkt rückt die Ferndiagnose, zu der das Auslesen, Auswerten und Analysieren der Informationen von Bagger, Radlader & Co. und die daraus zu ziehenden Rückschlüsse auf deren Leistung und Wirtschaftlichkeit.

In Zukunft sollen die Servicetechniker im Zuge von Wartungsarbeiten oder Reparaturen die Anleitungen direkt über eine Datenbrille erhalten, wie das Unternehmen prophezeit. Diese müssen dann nur noch die Vorgaben Schritt für Schritt ausführen. Das das nicht ohne Folgen für die Wartung, Instandsetzung und Reparatur bleibt ist klar, denn diese werden sich im Zuge der Digitalisierung verändern. Die Vorteile des Flottenmanagement sind bereits im Alltag angekommen. Unternehmer sind dadurch in der Lage ihren Fuhr- und Maschinenpark umfassend und flexibel zu überwachen und die Maschinen und Fahrzeuge effizienter, sicherer und produktiver einzusetzen.

Fehlersuche und Systemupdate per Fernwartung

Zeppelin erklärt, dass man auf das Bedürfnis der Kunden reagiert selbst gemischte Flotten in einem System zu erfassen und selbst andere Fahrzeuge und Baumaschinen darin aufzunehmen. Daher bietet Zeppelin bereits ein Flottenmanagement für alle an. Selbst ältere Cat Baumaschinen sind eingebunden. Zudem gibt es eine App von Catpillar, durch die das Flottenmanagement mobiler wird. Diese ermöglicht es, auf die Betriebsstunden, den Standort und die Diagnosecodes direkt vom Smartphone oder Tablet zuzugreifen.

Bisher waren die Fehlersuche und ein Systemupdate aus der Ferne nur bei Computern möglich. Bei den Baumaschinen wird es ebenfalls bald zum Standard gehören, eine Ferndiagnose zu stellen und ein Update der Software vorzunehmen, wie Zeppelin erklärt. Neben dem Fernflashen zählt zum Remote Service die Fernfehlersuche. Die Baumaschinen werden durch die intelligenten Datenanalysen rechtzeitig auf Störungen aufmerksam machen, bevor diese mit kostspieligen Folgen und einem langen Ausfall zu Buche schlagen. Bisher war es bereits möglich, im Flottenmanagement Fehlermeldungen aus der Ferne abzurufen, doch die neue Fehlersuche geht eben einen Schritt weiter: Sie greift auf die Echtzeit-Maschinendaten zurück. So werden Probleme schneller und mit weniger Maschinenstillstandzeiten gelöst.

Der Leiter der Abteilung Service-Technik-Schulung bei Zeppelin, Dr. Mariutti erklärt, dass der Einsatz von „Augmented Reality“ in Zukunft den Service von Baumaschinen bestimmen wird.

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