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Die Hauswand als Werbefläche – wie funktioniert es?

Es gibt viele Möglichkeiten für Immobilienbesitzer Zusatzeinnahmen zu erzielen. Werbeagenturen, Vermittler oder dergleichen sind stetig auf der Suche nach ausreichend großen Werbeflächen, die eine hohe Resonanzwirkung auf die Passanten aufweisen und das Honorar fällt entsprechend aus. In diesem Bezug kommen einige Fragen auf: Welche Vor- und Nachteile bringt das mit sich und wie hoch fällt der Ertrag aus?

Die Instandhaltungskosten für Immobilien sind nicht unerheblich

Hauseigentümer kennen es nur all zu gut: Rechnungen flattern regelmäßig ins Haus. Sei es für die kommunalen Abgaben, Versicherungen, Reparaturen, Instandhaltungskosten oder Grundsteuern. Dazu kommen oft die Raten für den Immobilienkredit. Kurz gesagt die finanzielle Belastung ist nicht unerheblich. Aus diesem Grund denken viele Immobilienbesitzer über mögliche Einnahmequellen nach.

Eine Möglichkeit ist es, die Außenfläche der Immobilie zu nutzen. Für Außenwerbung eignen sich Immobilien an gut befahrenen Straßen am besten, aber ebenfalls die an Verbrauchermärkten. Kurz gesagt, Immobilienbesitzer können durch da Anbringen von Werbetafeln zusätzliches Geld verdienen, indem sie Werbefläche vermieten.

Ist jede Immobilie für Werbung geeignet?

Bei der Immobilie, die als Werbefläche vermietet werden soll, gelten drei Faktoren: Lage, Lage, Lage. Das bedeutet, die Lage der Immobilie bestimmt, ob sie für Werbezwecke geeignet ist und wenn ja für in welcher Form. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um private, gewerbliche oder kommunale Gebäude handelt und auch nicht, ob diese einen ästhetischen Anspruch genießen oder ob das Gebäude sanierungsbedürftig ist.

Der wichtigste Fakt, ob der Werbestandort interessant ist oder nicht ist die hohe Frequenz und die Anzahl der Sichtkontakte. Eben das wird an Kreuzungen, Verkehrsknotenpunkten und in Fußgängerzonen erreicht sowie an stark befahrenen Straßen.

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

Ob die Immobilie geeignet ist als Werbeanlage, das ist abhängig von vielen Faktoren, die bei der Überprüfung des Standortes Berücksichtigung finden. Bis es überhaupt dazu kommt, gilt es einige Voraussetzungen zu erfüllen, damit die Immobilie überhaupt als Werbestandort infrage kommt:

  • Nach örtlicher Bauvorschrift sollte das Gebäude in einem Misch- oder Gewerbegebiet liegen und nicht in einem ausgewiesenen Wohngebiet. Der Grund: In Letzteren sind Werbeanlagen in der Regel nicht genehmigungsfähig.
  • Das Gebäude sollte nicht unter Denkmalschutz fallen, denn Werbung Dritter an Baudenkmälern sind in der Regel nicht genehmigungsfähig.
  • Der Zugang zum Gebäudebereich mit der Werbeanlage muss gewährleistet sein. Ist der Zugang ausschließlich über das Nachbargrundstück möglich, muss eine Einverständniserklärung zwecks Betretung vorliegen.
  • Der Gebäudebereich mit der Werbefläche sollte gut sichtbar an einem stark frequentierten Straßenzug liegen bzw. Verkehrsknotenpunkt und sollte nicht verdeckt sein.

Sind diese Voraussetzungen gegeben, dann kommt es zu einer Standortprüfung. Für eine Beurteilung sind einige wichtige Faktoren vorgegeben:

  • der Standort – Region, Kaufkraft, Größe des Ortes
  • Verkehrsstrom – Aufteilung erfolgt in Fußgänger, Autofahrer und Fahrgäste des öffentlichen Verkehrs.
  • Sichtbarkeit der Werbefläche sowie die Dauer der Kontaktchance, der minimale seitliche Abstand zum Verkehr, weitere Werbeanlage in der Nähe bzw. im Umfeld, Winkel der Werbefläche zur Fahrbahn, Sichtbarkeit der Fläche
  • Umfeld- und Situationskomplexität

Die geeigneten Werbeformen für Immobilien

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Werbeträger, Werbeformen und Werbeflächen im Bereich der Außenwerbung. Bundesweit werden an Immobilien klassische Werbeflächen aus der Plakatwerbung angebracht und zunehmen auch digitale Medien. Diese Werbeflächen werden in Abhängigkeit zur Anforderung an die werbetreibende Wirtschaft vermietet, womit der Immobilienbesitzer regelmäßig Einnahmen erzielt.

Damit eine hohe Auslastung und Vermietbarkeit der Werbefläche erreicht wird, kommen in der Außenwerbung einheitliche Werbeträger zum Einsatz, die an vielen Standorten der Eigenwerbung dienen können.

Wie lukrativ ist das Vermieten von Werbeflächen?

Abhängig sind die Einnahmen von der Standortqualität, der Ortsgröße sowie des verwendeten Werbemediums. Mit einer Werbeanlage an einer Immobilie ist es unter Berücksichtigung dieser Faktoren Einnahmen zwischen 300 und 2.500 Euro p.a. zu erzielen. Jedoch variieren die möglichen Einnahmen je nach Standort und daher ist es nicht möglich, eine allgemein pauschale Antwort zu geben.

Beispielsweise ist es je nach Standort möglich, mehrere Werbetafeln an einer Fassade anzubringen oder der Standort ist für ein Riesenposter geeignet. Damit könnte der Immobilienbesitzer eine lukrative Einnahmequelle verzeichnen.

Ist Werbung am eigenen Haus eigentlich erlaubt?

Bei Werbeanlagen in der Außenwerbung handelt es sich um ortsfeste Einrichtungen. Diese dienen der Werbung Dritter und sind vom öffentlichen Verkehr und Straßenraum sichtbar. Daher ist eine behördliche Genehmigung für die Werbeanlagen notwendig, damit diese an der Immobilie genutzt werden dürfen. Das gilt nicht nur für die klassischen Werbetafeln, sondern auch für Mega- und Riesenposter sowie mit Werbung bemalte Hauswände und Giebelflächen.

Es bieten sich dem Immobilienbesitzer klare Vorteile, wenn er Werbefläche vermietet, denn dieser „Ruhige Mieter“ ist weder mit Kosten noch mit Aufwand verbunden.

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