Gebäudeautomation – das neue Gebäudeenergiegesetz legt Mindestanforderungen fest

Gebäudeautomation – das neue Gebäudeenergiegesetz legt Mindestanforderungen fest

Auf Gebäude entfallen rund 36 % des gesamten Energiebedarfs in Deutschland. Daher ist die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden ein zentraler Aspekt der Energiewende in Deutschland. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, ist die Gebäudeautomatisierung, die den Energieverbrauch senken und gleichzeitig den Komfort und die Sicherheit für die Nutzer erhöhen kann. Ein intelligentes Gebäude ist ein Gebäude, das automatisierte Prozesse wie Heizung, Lüftung, Klimaanlage, Beleuchtung, Sicherheit und andere Umweltsysteme in Abhängigkeit von der Belegung oder den äußeren Bedingungen einsetzt. Es reagiert selbstständig und im Interesse der Nutzer/innen auf veränderte Umstände.

Heizungssteuerungssystem

Ein intelligentes Heizungssteuerungssystem passt zum Beispiel die Raumtemperatur an die individuellen Bedürfnisse an. Sie lernt die täglichen Routinen und das persönliche Heizverhalten der Nutzer/innen und reagiert entsprechend. Intelligente Regelungen und Steuerungen moderner Heizungsanlagen können dazu beitragen, den Energiebedarf zu senken und eine höhere Effizienz zu erreichen.

Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt Mindestanforderungen für die Gebäudeautomation in Nichtwohngebäuden fest, einschließlich Nachrüstungspflichten für bestehende Gebäude. Aber was bedeuten diese Vorschriften in der Praxis und wie können sie umgesetzt werden? Das neu konzipierte Intensivseminar „Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes an die Gebäudeautomation“ gibt einen Überblick über die gesetzlichen Vorgaben und geht auf die spezifischen Anforderungen des aktuellen Gebäudeenergiegesetzes ein. Außerdem werden Fördermöglichkeiten für Gebäudeautomationsprojekte aufgezeigt.

Vorteile der Gebäudeautomation

Neben den gesetzlichen Anforderungen und den Finanzierungsmöglichkeiten gibt es weitere Vorteile der Gebäudeautomation. Sie kann zum Beispiel die Luftqualität in Innenräumen verbessern, indem sie Lüftungsanlagen überwacht und steuert. Durch die Integration von Zugangskontroll- und Überwachungssystemen kann sie auch die Sicherheit erhöhen. Außerdem kann die Gebäudeautomation den Energieverbrauch optimieren, indem sie erneuerbare Energiequellen und Energiespeichersysteme einbezieht.

Die Umsetzung der Gebäudeautomation kann jedoch eine Herausforderung sein, besonders bei bestehenden Gebäuden. Sie erfordert eine sorgfältige Planung, Gestaltung und Umsetzung, um sicherzustellen, dass die Systeme effizient und effektiv arbeiten. Außerdem braucht es qualifizierte Fachleute, die sich mit den neuesten Technologien und bewährten Verfahren der Gebäudeautomation auskennen.

Fachleute für Gebäudeautomationssysteme sind gefragt

Deshalb ist es wichtig, in die Aus- und Weiterbildung von Fachleuten aus der Baubranche zu investieren, z. B. in Architekten, Ingenieure und Techniker, um sicherzustellen, dass sie über die nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen, um Gebäudeautomationssysteme zu planen und umzusetzen. Dies wird nicht nur dazu beitragen, die Energieeffizienz zu verbessern und den Kohlendioxidausstoß zu verringern, sondern auch neue Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen und das Wachstum einer nachhaltigen und widerstandsfähigen gebauten Umwelt unterstützen.

Gebündeltes Know-how für smarte Haussteuerung

Clevere Gebäudemanagement-Lösungen für den privaten Hausbesitzer bündeln das Know-how von Sicherheitsspezialisten wie Telenot mit dem der Gebäudeautomationsanbieter. Sie binden sämtliche Systeme im Haus ein – von der Beleuchtung über die Temperaturregelung und Beschattung bis hin zu allen Komponenten von Sicherheitslösungen zum Schutz gegen Einbruch und andere Schäden. Herzstück einer solchen Anlage ist die zentrale Gefahrenmelderzentrale, die über eine nutzerfreundliche Oberfläche alle Komponenten steuert und überwacht. Die Einsparpotenziale durch clever vernetzte Sicherheits- und Haussteuerungslösungen sind nicht zu unterschätzen, erklärt Frank Brucker, Leiter der Planungsabteilung bei Telenot: „Eine Reduzierung des Energieverbrauchs um 38 Prozent ist durchaus machbar, wenn alle Bausteine optimal aufeinander abgestimmt sind.“ Unter www.telenot.com gibt es dazu mehr Infos und Adressen von zertifizierten Fachbetrieben, den Autorisierten Telenot-Stützpunkten. Der Schlüssel für die Effizienzoptimierung liegt dabei in der Kommunikation und Interaktion der einzelnen Systemkomponenten.

Die Vernetzung macht’s

Wenn beispielsweise eine Alarmanlage beim Verlassen des Hauses scharf geschaltet wird, können automatisch alle Lichter ausgeschaltet und die Temperatur im ganzen Gebäude auf einen definierten Wert abgesenkt werden. Auch die Jalousien oder Rollläden können parallel geschlossen werden, um Energieverluste an den Fenstern zu minimieren. Beim Nachhausekommen, wenn die Tür etwa per RFID-Chip geöffnet wird, deaktiviert sich die Alarmanlage. Zugleich geht das Licht an, die Heizung fährt auf Wunschtemperatur hoch und die Jalousien lassen Tageslicht ein. Analog sind ähnliche Programmschaltungen auch zeitgesteuert oder für die Klimatisierung im Sommer möglich.

Text: © grundeigentuemer.com / djd

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