Hamburg – Immobilienpreise steigen seit Jahren

Hamburg zählt für viele Menschen zu den schönsten deutschen Städten. Darüber hinaus hat sie den Ruf als attraktiver Arbeits- und Wohnort mit zugleich vielfältigen Freizeitangeboten. Die Folge ist, dass die Nachfrage nach Wohneigentum hoch ist und dadurch die Immobilienpreise seit Jahren befeuert werden.

Platz 3 für Hamburg in der Liste der teuersten Immobilienstädte

Hinter Frankfurt und München belegt Hamburg den dritten Platz der teuersten Immobilienstädte laut dem „Wohnatlas 2020“. Der Quadratmeter Wohnraum schlägt durchschnittlich mit 5.054 Euro (Stand Mai 2020) zu Buche. Stetig bewegte sich die Preiskurve nach oben. Während der Quadratmeter 2016 noch 3884 Euro kostete, betrug der Preis ein Jahr später bereits 4212 Euro. Im Jahr 2018 war der Preis auf 4587 Euro gestiegen und von dort überstieg er direkt die 5000-Euro-Marke. Das bedeutet, dass die Preise seit 2016 um gut 30 Prozent angestiegen sind, und das nicht inflationsbedingt. Von den Marktforschern von „Wohnatlas 2020“ wird die inflationsbedingte Preissteigerung von 2018 auf 2019 mit 8,79 Prozent angegeben. Das ist ein durchaus ordentlicher Wert. Wer in Hamburgs exklusiven Lagen wohnen möchte, der wird von seinem Immobilienmakler bspw. zur Elbe oder an die Außenalster geführt. Dort sind die hochpreisigen Immobilien zu finden. Allein im in 2020 wurden dort Immobilien im Wert von über einer Milliarde Euro verkauft, weiß Bianca Schulze von Schulze & Filges Immobilien.

Das Luxusleben an Hamburgs Flüssen

Wie wäre es mitten in der Stadt ganz exklusiv in einem städtischen Wahrzeichen zu leben und das mit Blick aufs Wasser? Genau dort leben, wo andere klassische Konzerte besuchen oder den Sonntag genießen? Mit den entsprechenden finanziellen Ressourcen ist dies in der Hansestadt möglich. Beispielsweise wechselte 2013 eine über 200 Quadratmeter große Wohnung, die sich in der Elbphilharmonie befindet für 7,52 Millionen Euro den Besitzer. Ein Einfamilienhaus in Harvestehude wurde für 6,1 Millionen Euro verkauft. Aber auch in 2020 sitzt das Geld weiterhin locker in Hamburg, denn in den ersten sechs Monaten des Jahres wurden deutlich mehr Luxusimmobilien verkauft als im Vorjahr. So wurden insgesamt 299 Eigentumswohnungen vom Preis ab 7.000 Euro pro Quadratmeter verkauft sowie 272 Ein- und Zweifamilienhäuser. Das stellt ein Plus von 24 bzw. 23 Prozent im Vergleich zu 2019 dar. Die Grundlage für diese Zahlen ist die Analyse der Zahlen des Hamburger Gutachterausschusses. Beispielsweise wurde ein Spitzenpreis in Harvestehude erzielt. Dort wurde die teuerste Wohnung für rund 4,9 Millionen Euro verkauft, während das teuerste Haus für rund 8,1 Millionen den Besitzer wechselte. Im Eigentumssegment stachen erneut die Neubauten und Klassiker hervor. 105 Immobilien wiesen in den untersuchten Teilmärkten das Baujahr 2018 oder jünger auf, während 80 Immobilien in 1940 oder früher erbaut wurden. Die Mietpreise für luxuriöse Toplagen im Villenviertel von Blankensee, liegen durchschnittlich bei 15 bis 20 Euro, während St. Pauli als sehr gute Wohnlage mit knapp 14 Euro zu Buche schlägt.

Günstige Wohnungen für Familien und Studenten

Nicht jeder hat das notwendige Kleingeld für solche exklusiven Wohnungen und Häuser. Viele zieht vor allem das bunte Treiben der aufregenden Großstadt nach Hamburg Mitte. Allerdings sind auch dort die Miet- und Kaufpreise sehr hoch. Mit viel Geduld ist es dennoch möglich, attraktive Angebote zu finden. In den Stadtteilen Hamm und Horn erwarten die Bewohner kleine Gassen mit Cafés und vielen Shoppingangelegenheiten. Besonders in Horn sind Familien gut aufgehoben wo bspw. die Mietshäuser auf kleinen Grundstücken stehen. In der Regel sind die Wohnungen zentral gelegen, so dass Schulen, Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten fußläufig erreichbar sind. Darüber hinaus gibt es auch große Wohneinheiten. Oftmals haben die Wohngegenden in diesem Fall einen Siedlungscharakter und strahlen eine idyllische Atmosphäre aus. Zudem ist es möglich, bequem ins Zentrum von Hamburg Mitte zu gelangen. Schnell geht es mit der S-Bahn oder dem eigenen PKW in die Innenstadt. Für Studenten ist Hamm empfehlenswert. Die großen Altbauwohnungen dort mit den hohen Decken und Balkon sind in dieser Lage attraktiv. Besonders für WGs sind diese Objekte die bevorzugte Wahl. In diesen Stadtteilen müssen Interessierte mit einem Quadratmeterpreis von rund acht Euro bei einer Anmietung rechnen. Günstiger geht es in den älteren Gebäuden mit sechs Euro pro Quadratmeter zu.

Abseits vom Trubel wohnen: Hamburg Bergedorf

Hamburg ist eine pulsierende Weltstadt, aber das bedeutet nicht, dass es keine ruhigen Wohnorte gibt. Der Bezirk Bergedorf befindet sich im Süd-Osten der Stadt. Dort spüren die Einwohner nur sehr wenig von dem aufregenden Stadtleben. Mit den weitläufigen Grünflächen und Feldern geht es dort sehr idyllisch zu. Zur Verfügung stehen dort frei stehende Einfamilienhäuser, was zugleich der Grund ist, dass viele Familien diesen Stadtteil bevorzugen. Aber dennoch ist es dort keineswegs dörflich. Mehrfamilienhäuser stehen bspw. in Tatenberg und Spadenland. In der unmittelbaren Umgebung gibt es Schulen und Einkaufsmöglichkeiten. Der Weg nach Hamburg Mitte ist jedoch recht lang und die öffentlichen Verkehrsmittel bieten manchmal keine durchgehende Verbindung an. Was die Fahrzeiten angeht, so betragen diese bis zu 30 Minuten. Jedoch liegen die Preise für die modernen Mietwohnungen dort am unteren Durchschnitt von Hamburg mit rund sechs Euro pro Quadratmeter. Wandsbek im Norden von Hamburg überzeugt mit ähnlichen Vorteilen wie Bergedorf.

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