Hausratversicherung – schnell und einfach sein Hab und Gut versichern

Für Mieter ist eine Hausratversicherung ebenso sinnvoll wie eine private Haftpflichtversicherung. Denn laut dem deutschen Mieterbund schützt vor allem die Hausrat vor den finanziellen Folgen und Schäden bei Einbruch, Diebstahl, Brand, Blitzschlag, Leitungswasserschäden, Sturm und Explosion. Versichert ist der komplette Hausrat, worunter unter Umständen auch Wertsachen und Fahrräder fallen. Damit ist die Hausratversicherung ein sinnvoller Schutz.

Wer benötigt eine Hausratversicherung?

Es handelt sich um eine persönliche Entscheidung, denn diese Versicherung ist keine Pflichtversicherung wie die Kfz-Versicherung. Sofern das Risiko von einem Schaden als eher gering eingeschätzt wird oder der Hausrat sogar aus eigener Tasche erneut angeschafft werden kann, ist keine Hausratversicherung notwendig. Doch jeder, der sich gegen ein finanzielles Risiko absichern möchte, da er einen eventuell eintretenden Schaden nicht allein tragen kann, der sollte nicht auf den Abschluss einer solchen Versicherung verzichten. Denn diese deckt alles ab, was nicht fest mit dem Haus verbunden ist. Vor allem dann, wenn die Einrichtung sehr teuer war und viel Geld investiert wurde, der sollte sich mit dem Thema Hausratversicherung näher beschäftigen. Allerdings sollte eines im Hinterkopf behalten werden: Diese Versicherung soll dem Schutz vor dem finanziellen Ruin dienen und nicht jeden kleinen Schaden absichern.

Wissenswert

In der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren gab es im vergangenen Jahr rund 59,41 Millionen Personen, die über eine Hausratversicherung verfügten bzw. in deren Haushalt eine andere Person eine solche Versicherung besaßen.

Die Hausratversicherung – ein sinnvoller Schutz

In keinem Haushalt sollte eine solche Versicherung fehlen. Denn diese versichert Sachschäden Einrichtungs-, Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände. Im Leistungsfall ersetzt der Versicherer den Neuwert des versicherten Hausrates sowie die Kosten für Aufräumarbeiten und/oder Hotelübernachtungen – sofern dies erforderlich ist. Nicht versichert sind in der Regel:
  • Elementarschäden,
  • Überspannungsschäden bspw. indirekter Blitzeinschlag und
  • Fahrraddiebstahl.
Jedoch können diese Schäden durch eine Ergänzungs- oder Zusatzpolice abgedeckt werden. Allein in 2019 kam es zu einer Schadensquote von 72,6%, und Leistungen von über 3,2 Mio. Euro, wobei dies eine Veränderung im Vergleich zum Vorjahr von -2,9 Prozent bzw. 1.274 Mio. Euro darstellt. Die Hausrat ist sinnvoll und die Höhe der Prämie ist abhängig von drei Faktoren: Wohnfläche, Deckungssumme und Wohnort. Bei einem Vergleich sollte sich niemand allein auf die Höhe der Prämie fokussieren, sondern auch die allgemeinen Bestimmungen und Konditionen sollten beachtet werden. Mit diesen ist der Leistungsumfang gemeint und dieser kann sehr große Unterschiede aufweisen.

Der Schutz für hab & Gut

Wer all seine Ersparnisse einsetzt oder sogar einen Kredit aufnimmt, um sich einzurichten, für den ist eine Hausratversicherung wichtig. Dabei erstreckt sich der Versicherungsschutz nicht nur auf die Wohnung, sondern auch das Reisegepäck ist in einem gewissen Umfang mitversichert – zumindest dann, wenn es aus dem Hotelzimmer oder dem abgeschlossenen Fahrzeug entwendet wird. Ebenfalls sind Studierende oder Kinder die sich in der Ausbildung befinden und aus diesem Grund vorübergehend in einer Wohngemeinschaft leben, ebenfalls mit versichert. Aber nur solange wie diese keinen eigenen Haushalt gründen, ist deren Eigentum „außenversichert“. Darüber hinaus ist der Schadensersatz auf 10 Prozent der Versicherungssumme der Police versichert. Außerdem ist der zwischengelagerte Hausrat des Partners versichert. Vor allem Paare, die noch nicht zusammen wohnen, aber bereits Kleidung und andere Wertsachen bei dem jeweils anderen verwahren, betrifft diese Regelung.

Zusätzlichen Schutz in der Hausratspolice vereinbaren

Es ist durchaus möglich, die Police der Hausratversicherung durch einige zusätzliche Vereinbarungen zu erweitern. Das ist nicht nur lohnenswert für die Bewohner von Hochwassergebieten, sondern auch für diejenigen, die besondere Wertgegenstände besitzen. Insbesondere können in der Police folgende Dinge mit eingeschlossen werden:
  • Elementarschäden
  • Grobe Fahrlässigkeit
  • Glasschäden
  • Fahrräder
  • Wertsachen
  • Überspannungsschäden
  • Beruflich genutzte Arbeitszimmer
  • Wertgegenstände im Auto
Besonders spezielle Wertsachen wie Schmuck und Antiquitäten sind für die Deckungssumme der Hausratversicherung ausschlaggebend. Über die Standard-Police sind Wertgegenstände nur in einem begrenzten Umfang abgedeckt – zumeist bis zu maximal 20 Prozent. Hinzu kommen die Obergrenzen für Wertgegenstände wie z.B.:
  • Schmuck, Briefmarken, Gold – rund 20.000 Euro
  • Bargeld – rund 1.500 Euro
  • Urkunden, Sparbücher und Wertpapiere – rund 3.000 Euro
In diesem Zusammenhang muss darauf hingewiesen werden, dass diese Werte nicht als festgeschriebene Höchstgrenze zu verstehen sind, sondern sie stellen lediglich Orientierungsgrößen dar (Durchschnittswerte). Diese können durch einen Aufpreis oder einen Tarifwechsel mit einem höheren Wert versichert werden. Eine Anpassung des Schutzes sollte ebenfalls bei Antiquitäten und wertvollen Gemälden erfolgen. Wichtig ist, dass neben Expertengutachten und Rechnungen auch Fotos der Wertgegenstände sowie wichtige Dokumente und Nachweise im Schadensfall vorhanden sind.

Wie hoch fallen die Kosten für eine Hausratversicherung aus?

2020 besaßen über 50 Mio. Bundesbürger eine Hausratversicherung. Die Stiftung Warentest fand heraus, dass eine günstige Versicherung ohne Schutz vor Elementarschäden an einem Wohnort mit niedrigem Einbruchsrisiko gerade einmal 56 Euro kostet. Zudem verdeutlichte der Vergleich der Warentester, wie groß die Preisspanne ist, denn für den teuersten Tarif für die gleiche Ortschaft werden fast 277 Euro fällig. Aber auch bei den Städten mit einem höheren Schadensrisiko sind starke Preisunterschiede auszumachen. Dort zahlen die Versicherten zwischen 91 und 436 Euro pro Jahr.

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