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In Münster steigen die Immobilienpreise kräftig weiter

Es wird immer teurer in der Studenten- und Beamtenstadt Münster zu wohnen. Allerdings zeigt sich der Preisanstieg als vergleichsweise moderat. Somit profitieren Anleger von einem langfristigen Werterhalt. Über die Bewohner der westfälischen 300.000-Einwohner Stadt heißt es, dass sie den „Pelz nach innen tragen“. Dies gilt ebenfalls für den Wohnungsmarkt. Die einheimischen und die Anleger aus der Region investieren gern in die lokalen Immobilien. Doch sie prahlen keinesfalls mit ihrem Betongold. Überhaupt den meisten liegt das „Standesdünkeln“ fern und das spiegelt sich auch im Milieumix der Universitätsstadt wieder: Hier liegen die Studentenbude und das Apartment des Professors häufig Tür an Tür.

Die sympathische Balance ist gefährdet

Seit Jahren steigen die Preise in Münster und das gefährdet die sympathische Balance. Mieter müssen für eine Neubauwohnung in begehrter Lage, wie bspw. dem Kreuzviertel, mittlerweile bis zu 16 Euro pro Quadratmeter einkalkulieren. Das mag einem Professor keine Sorgen bereiten, doch die meisten der Studenten sind mit einem solchen Mietpreis überfordert. Ein Käufer zahlt im gleichen Viertel pro neu gebauten Quadratmeter zwischen 5000 und 6000 Euro. Noch kostspieliger wird es am innerstädtischen Aasee, wo für ein Penthouse 10.000 Euro pro Quadratmeter verlangt werden. In Nordrhein-Westfalen wohnt man nur noch in Düsseldorf teurer.

Die Immobilienmakler wissen, dass es im gesamten Stadtgebiet so gut wie keine schlechte Lage mehr gibt. Dass was vor fünf Jahren für viele noch als Durchschnitt galt, wird heute aufgrund des Preisanstiegs als „Top“ bezeichnet.

Münster verliert nichts an seiner Attraktivität

Vom Institut für Siedlungs- und Wohnungswesen der Universität Münster wird am Markt ein „Überhitzungszeichen“ gesehen, wobei von einer Blase nicht die Rede ist. Es deutet nichts darauf hin, dass Münster an Attraktivität verlieren wird.

Besonders die Erben in Münster, die oftmals mit Maklern wie Appelhans Immobilien zu tun haben, stehen mit prall gefüllten Konten bereit. In der reichen Stadt sind Nachlässe von ein oder zwei Millionen Euro keine Seltenheit. Als traditionell beliebte Anlage des gehobenen Bürgertums bieten sich mehr denn je die Immobilien an, selbst wenn sich die Makler uneins über die Wertentwicklung sind. Einige sehen weitere Steigerungen, während andere den Markt nähe des Höhepunkts sehen.

2018 ging die Zahl der Kaufverträge herunter

In 2018 sind die Immobilienpreise in Münster wie in den Vorjahren immer weiter gestiegen und auch in 2019 ist kein Halten zu sehen. Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt verzeichnete zum zehnten Mal einen Preisanstieg für unbebaute Grundstücke. Doch dieser war mit durchschnittlich nur 6% allerdings nur noch 50% höher als ein Jahr zuvor. Entscheidend für die weiterhin hohen Preise ist nach wie vor das äußerst geringe Angebot auf dem Grundstücksmarkt verantwortlich.

Der Vorsitzende des Gutachterausschusses berichtete, dass im Jahr 2018 lediglich etwas mehr als 2.400 Kaufverträge für alle Immobilienarten im Stadtgebiet Münster abgeschlossen wurden. Dabei handelte es sich um einen Wert, der auf dem Niveau der vergangenen Jahre lag. Der Geldumsatz liegt dem gegenüber bei 1,25 Milliarden Euro und das ist der höchste Jahresumsatz den Münster jemals registrierte.

Den kleinsten Anteil der Kaufverträge nehmen die unbebauten Grundstücke für Einfamilienhäuser ein. Lediglich 206 Grundstücke wurden 2018 verkauft und das sind 40 weniger als 2017. Seit Jahren ist der Anteil der städtischen Verkäufe niedrig und lag 2018 bei rund 20%.

Ein- und Zweifamilienhäuser waren gefragt

Die Anzahl der verkauften Ein- und Zweifamilienhäuser hat dagegen im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Rund 750 Objekte wechselten den Besitzer und das waren 180 mehr als 2017. Dafür mussten die neuen Eigentümer jedoch tief in die Tasche greifen aufgrund der drastisch gestiegenen Preise. Nach den 7% in 2017 kamen 2018 nochmal 11% drauf. Das bedeutet das ein Einfamilienhaus in 2018 rund 65% teurer war, als vor 10 Jahren.

In Bezug auf die freistehenden Häuser stiegen die Preise ebenfalls. Ein frei stehendes Einfamilienhaus kostete 2018 durchschnittlich 563.000 Euro, während Doppelhaushälften im Durchschnitt mit 440.000 Euro zu Buche schlugen. Für ein Reihenmittelhaus mussten Käufer rund 360.000 Euro hinlegen. Die Anzahl der verkauften Mehrfamilienhäuser lag mit rund 120 Kaufverträgen auf dem Niveau des Vorjahres, wobei die Preise um 5% gestiegen sind.

Eigentumswohnungen nicht mehr so gefragt

Die Verkäufe von Eigentumswohnungen hingegen waren in 2018 eher rückläufig. Wechselten 2017 noch 1250 Wohnungen den Besitzer, so waren es im vergangenen Jahr nur noch 1220. Beim Ersterwerb einer Eigentumswohnung stiegen die Preise um 2,5%, während die gebrauchten Wohnungen im Durchschnitt um 5% teurer wurden.

Innerhalb des Stadtgebiets verzeichnete der Ausschuss allerdings starke Schwankungen, während die äußeren Stadtteile die stärkste Zuwachsrate (12%) verzeichneten. Im Durchschnitt mussten die Käufer für eine neue Eigentumswohnung 4600 Euro pro Quadratmeter einkalkulieren, während die gebrauchten Wohnungen günstiger waren. In den äußeren Stadtteilen belief sich der Preis auf 1950 Euro und im zentrumsnahen Bereich auf rund 3600 Euro.

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