Home / Energie, Minergie, Haussanierung / Knapper Wohnraum – Discounter stocken Flachdächer auf
Planung 660x330 - Knapper Wohnraum - Discounter stocken Flachdächer auf

Knapper Wohnraum – Discounter stocken Flachdächer auf

Während es sich in den angrenzenden Kreisen von Stuttgart auch anders darstellt, so wird es in der Stadt teurer. Die Nachfrage an Wohnraum ist laut den Experten unverändert groß, da es an Wohnraum fehlt und die Preise explodieren.

Steigende Preise und sinkendes Wachstum

In Stuttgart steigen die Preise und Mieten für Einfamilienhäuser und Wohnungen weiter an, während sich in den Kreisstädten rund um die Landeshauptstadt die Situation differenziert darstellt. Dies ist dem Marktbericht des Marktforschungsinstituts des Immobilienverbands Deutschland (IVD) für die Region Stuttgart zu entnehmen. Der Leiter des Instituts, Professor Stephan Kippes erklärt, das es nach wie vor steigende Preise gibt, während das Wachstum abbremst.

Dabei ist das Preisniveau in Stuttgart im Gegensatz zu den Kreisstädten die um die Stadt liegen, deutlich höher. Ein Beispiel: 2018 lag die Miete bei Neuverträgen in Stuttgart bei 15 Euro pro Quadratmeter und mehr. Anders verhielt es sich in Böblingen: Dort waren es 12,5 % weniger und in anderen Gebieten wie bspw. Ludwigsburg, Waiblingen oder Esslingen waren es zwischen 7 und 8 %. Zwischen 1,7 und 3,1 % waren es in Reutlingen und Göppingen. Umgekehrt verhält es sich mit dem Wohnraum. Im vergangenen Jahr wurden in Göppingen mehr als 90 % der Neuverträge mit einem Mietpreis von weniger als 11 Euro pro Quadratmeter abgeschlossen, während in Stuttgart der Anteil bei nur 20 % lag.

Arbeitsmarkt leidet unter dem kargen Wohnraumangebot

Rund um Stuttgart gab es in den Kreisstädten zu moderaten Erhöhungen bei den Kaufpreisen für Eigentumswohnungen. In Reutlingen stiegen die Preise um 2,1 %, während die Preise in Göppingen um 1,9 % stiegen. Anders in Waiblingen, Böblingen und Ludwigsburg, dort blieben die Kaufpreise zwischen Herbst und Frühjahr 2018 konstant. In Stuttgart und in Esslingen stiegen die Preise am stärksten mit 4,2 % bzw. 5,6 %.

Die Situation bei den freistehenden Einfamilienhäusern war ähnlich. Die Preise waren in Böblingen und Ludwigsburg konstant, während es in den anderen Regionen einen Anstieg zwischen 2 und 3,2 % gab. Waiblingen verzeichnete den höchsten Zuwachs mit 5,3 %.

Zwischen Frühjahr und Herbst 2018 lagen die Mietzuwächse laut dem IVD in Stuttgart bei 2,9 %, während die Regionen wie Göppingen (2,8 %), Esslingen (3,2 %) und Waiblingen (5,3 %) verzeichneten. Konstant war das Mietniveau in Ludwigsburg und Böblingen.

Das Problem ist, dass die Nachfrage nach Wohnraum unverändert ist. Die Nachfrage bleibt auf einem hohen Niveau und das karge Wohnungsangebot macht sich sogar auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Die Unternehmen haben Probleme, Mitarbeiter zu finden. Diese Knappheit bleibt regionsweit bestehen wie mehrere IDV-Makler erklärten, wozu auch die Stuttgarter Makler Königskinder gehören. Der Grund ist, dass zu wenig Bauland vorhanden ist und die Genehmigungsverfahren zu lange dauern. Zudem werden durch die Quoten für Sozialwohnungen und energetische Auflagen die Immobilien verteuert. Dabei ist es durch den anhaltenden Tiefzins möglich, Wohnraum günstig zu finanzieren.

Bundesweit könnten 1,2 Mio. Wohnungen entstehen

Stuttgart ist neben Berlin oder Frankfurt einer der Ballungsräume, wo es jeden Tag enger wird. Die Einwohnerzahlen steigen, es fehlt an Wohnraum und die Preise explodieren. Wer genau in Stuttgart hinsieht, der wird feststellen, dass viel gebaut wird, doch es reicht bei weitem nicht, den Bedarf zu decken. Das Hauptproblem ist, das es nicht genügend Bauland gibt, und schon gar nicht in den beliebten Innenstadtlagen.

Nach Einschätzung der Fachleute ließe sich dieses Problem schnell und einfach lösen und das auf einer ziemlich eleganten Art und Weise: durch eine verstärkte Aufstockung und Umnutzung von sogenannten Nicht-Wohngebäuden. Dabei handelt es sich zum Beispiel um die einstöckigen Filialen der Discounter wie Aldi oder Lidl. Aber auch Büro- und Verwaltungsgebäude oder sogar Parkhäuser. Diese Immobilien liegen oft in der Innenstadt und dabei handelt es sich häufig um schlichte und vor allem in die Jahre gekommene Zweckbauten. Würden sie umgebaut, dann böten sich damit sogar städtebauliche Chancen.

Bundesweit könnten durch eine solche Maßnahme mehr als 1,2 Millionen Wohnungen entstehen, wie in einer aktuellen Studie, die im Februar in Berlin vorgestellt wurde. Verantwortlich für die Studie, die den Namen „Wohnraumpotenziale in urbanen Lagen“ trägt, die technische Universität Darmstadt sowie das Pestel-Institut Hannover, das auf städtebauliche Fragen spezialisiert ist. Der Auftraggeber der Studie war ein Bündnis aus Verbänden der Immobilien- und Bauwirtschaft.

Vor allem geht es um eines: den Druck von den Immobilienmärkten zu nehmen. Es fehlen bundesweit aktuell rund eine Million Wohnungen. In 2018 wurden allerdings nur rund 300.000 neue Einheiten gebaut.

Die Studien-Autoren betonten in ihrer Studie, dass es möglich ist, durch die Aufstockung und die Umnutzung von bestehenden Gebäuden relativ preiswert neuer Wohnraum geschaffen werden kann. Häufig ist das Bauland bereits bezahlt und die Grundstücke seien erschlossen. Dadurch würden die Wohnungsmieten für den neu entstehenden Wohnraum gedämpft. Die Politik wurde von dem Verbändebündnis, dem Auftraggeber der Studie, dazu aufgefordert, entsprechende Bauprojekte durch finanzielle Anreize attraktiver zu machen. So sollen Investoren bis zu 5 % der Baukosten jährlich steuerlich geltend machen können und die kommunalen sowie genossenschaftlichen Bauträger sollen von einer Investitionszulage von 15 % profitieren können.

Hier nachlesen ...

Industrie 310x165 - Ein Industriefußboden muss schweren Belastungen standhalten

Ein Industriefußboden muss schweren Belastungen standhalten

Wird eine Industriehalle mit einem neuen Fußboden versehen, dann werden an diese hohe Erwartungen gesetzt. …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.