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Magdeburg – für Investoren und Mieter immer interessanter

Ist die Rede von Aufschwung und Wohlstand, dann wird wohl jeder direkt an Städte wie München, Frankfurt oder Hamburg denken – aber nicht unbedingt an Magdeburg. Doch in den letzten Jahren hat die sachsen-anhaltische Landeshauptstadt viel für die Mieter und Investoren getan, womit diese  interessanter wurde. Zudem wurden in vergangener Zeit am Grundstücksmarkt der Landeshauptstadt über 600 Mio. Euro erzielt. Ein Rückblick zeigt, dass die Einwohnerzahl in den vergangenen 10 Jahren um 5,3 Prozent gestiegen ist. Das bedeutet es leben 12.000 Personen mehr in Magdeburg.

Ein Rückblick: 2017 sah die Welt noch anders aus

Dass die Hauptstadt von Sachsen-Anhalt einst ein Imageproblem hatte, das wird niemand so recht glauben wollen. Doch ausgerechnet Deutschlands zweit-grünste Stadt, galt einst als trist und langweilig. Aber es ging bergauf und das nicht nur mit der Wirtschaft, sondern auch auf dem Immobilienmarkt. So wurden Immobilien mit Blick auf die Elbe Mangelware und es gab eine frohe Kunde, mit der das Image der Stadt aufpoliert wurde. Denn der Mitteldeutsche Rundfunk verlegte den Handlungssort seiner Quotenreichen „Polizeiruf 110“-Krimi-Serie von Halle nach Magdeburg, womit sich Stadt ab dem Zeitpunkt bundesweit im TV präsentierte.

Doch nicht nur die Verlegung der Krimi-Serie war hilfreich, sondern besonders wichtig waren ebenfalls die Signale, die aus der Wirtschaft kamen. Denn an dem traditionsreichen Standort ging es wieder bergauf. Magdeburg wurde durch das Städteranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft 2017 eine besonders dynamische Entwicklung bescheinigt: Der achte Rang unter den 50 einwohnerstärksten Städten Deutschlands.

Die Folge war, dass die Arbeitslosenquote sank und die Jobangebote zunahmen. In Bezug auf den Zuwachs bei der Einkommenssteuerkraft ließ die sachsen-anhaltische Landeshauptstadt sogar 48 der 50 Städte hinter sich. Erstmals seit 14 Jahren konnte Magdeburg 2017 sogar einen ausgeglichenen Haushalt aufstellen. Eben das gab der Landeshauptstadt mehr Spielraum für Investitionen. Zudem wuchs das Selbstbewusstsein, denn Magdeburg begann damit in Asien nach Konzernen zu suchen, die in der Stadt eine feste deutsche Firmenzentrale einrichten um so seinen Ruf als Logistikstandort zu festigen. Bereits zu dem Zeitpunkt sahen die Immobilienmakler die Wirtschaft als Motor des Immobilienmarktes.

2020: Magdeburg von interessant bis hin zu „der Hauskauf muss warten“

Während im ersten Quartal 2020 noch zahlreiche Anfragen von überregionalen Investoren kamen, die sich zunächst intensiv und ausschließlich mit den Rahmenbedingungen wie Demografie und gesamtwirtschaftlicher Entwicklung in Magdeburg auseinandersetzten, so hat der Corona-Virus die Immobilienbranche in ihrem Höhenflug erwischt. Seit dem Ausbruch der Pandemie ist der Markt wie eingefroren. Besonders deutlich wird dies beim Verkauf von selbstgenutzten Immobilien.

Zwar kommt es weiterhin zum Immobilienverkauf mit CITY Immobilienmakler in Magdeburg und es wird ebenfalls gekauft, doch das alles mit angezogener Handbremse. Das Problem ist, dass die Besichtigungen immer wieder verschoben werden, die Vor-Ort-Termine nicht zustande kamen/kommen. Die Immobilienexperten von CITY Immobilien in Magdeburg erklären zudem, dass jeder auf die Kontaktbeschränkungen reagieren muss/musste. Aber, niemand kauft die Katze im Sack und das heißt, ohne Besichtigung wird niemand kaufen.

Covid-19: Steigende Arbeitslosenzahlen und Kurzarbeit

Konsequenzen auf den Immobilienmarkt haben nicht zuletzt auch die steigenden Arbeitslosenzahlen sowie die Beschäftigten die sich in Kurzarbeit befinden. Die Kreditentscheidungen werden herausgezögert, da die Banken nicht in der Lage sind abzuschätzen, wie sich die Krise in den kommenden Monaten auf die Bonität der Antragssteller auswirkt.

Aber dennoch wird davon ausgegangen, dass sich die Lage in Magdeburg immer mehr normalisiert – vorausgesetzt, dass die Lockerungen die eingeleitet wurden, weiter Bestand haben. Wie es mit den Immobilienpreisen weitergeht, das weiß niemand, da eine Prognose schwierig ist. Aktuell gehen die Experten davon aus, dass die Immobilienpreise weiterhin stabil bleiben.

Gewerbemieten: Hier könnte es zu einem Verfall der Mietpreise kommen

Bei den Gewerbemieten sieht es allerdings anders aus. Denn deutschlandweit musst der Handel deutschlandweit in den ersten vier Wochen nach der Schließung einen Umsatzverlust von 30 Milliarden Euro verbuchen. Im Hotel- und Gastgewerbe dürften bis Ende Mai Einbußen von 18 Milliarden Euro zusammengekommen sein. Von diesen Zahlen geht der zentrale Immobilien-Ausschuss (ZIA) aus. Die Folge ist, dass wenn bspw. ein Gastronom aufgrund der Krise sein Geschäft aufgeben muss, dann könnte es in diesem Segment zu einem Überhang kommen, womit die Mieten für künftige Mieter günstiger ausfallen könnten.

Der Deutsche Mieterbund befürchtet, dass sich für viele private Mieter in den kommenden Monaten die Situation verschärfen wird. Die Zahl der Mieter, die ihre Miete nur teilweise oder gar nicht zahlen können werde steigen, sofern Kurzarbeit und Einkommensausfall weiter andauern.

Aktuell liegt die Zahl der Mietausfälle laut dem Verbandsdirektor beim Verband der Wohnungsgenossenschaften Sachsen-Anhalt (VdWg) nur bei 0,4 Prozent. Doch es sei bereits zu spüren, dass die Langzeitwirkungen in den kommenden Wochen zu einem Problem werden könnten. So will man den Mieter bspw. mit Stundungen helfen und von der Politik wird sich eine Anhebung des Wohngeldes gewünscht. Auch, damit die Liquidität der Genossenschaften gesichert werden kann. Denn Mieteinnahmen sind eine Voraussetzung, um investieren zu können.

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