Grundstück erschließen – das sind die wichtigsten Schritte

Grundstück erschließen – das sind die wichtigsten Schritte

Sie haben ein Grundstück erworben und möchten es nun erschließen, um Ihr eigenes Traumhaus zu bauen? In diesem Blogartikel erfahren Sie die 5 wichtigsten Schritte, die Sie kennen müssen, um Ihr Grundstück erfolgreich zu erschließen: von den rechtlichen Grundlagen über die Planung der Erschließungsmaßnahmen bis hin zur Abnahme und Nutzung des erschlossenen Grundstücks.

Warum ein Grundstück erschließen?

Bevor Sie mit der Erschließung Ihres Grundstücks beginnen, sollten Sie sich zunächst die Frage stellen: Warum muss ein Grundstück überhaupt erschlossen werden? Die Antwort ist einfach: Der Wunsch vom eigenen Haus startet mit der Erschließung. Ohne eine effektive Erschließung ist das Bauvorhaben auf Ihrem Grundstück schlichtweg unmöglich. Auch für den Anschluss an das öffentliche Versorgungsnetz (Strom, Wasser, Gas) benötigen Sie eine ordnungsgemäße Erschließung.

Kurz gesagt: Eine erfolgreiche Grundstückserschließung bildet die Basis für alle weiteren Baumaßnahmen und stellt sicher, dass Ihr Vorhaben reibungslos verläuft.

Schritt 1: Die rechtlichen Grundlagen für die Erschließung eines Grundstücks

Die Erschließung eines Grundstücks ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur eigenen Immobilie. Doch bevor Sie mit der Planung und Durchführung der Erschließungsarbeiten beginnen können, müssen die rechtlichen Grundlagen geklärt werden. Hierbei geht es in erster Linie um das Baurecht sowie um Vorschriften und Regelungen zum Thema Umwelt- und Naturschutz. Es ist wichtig, sich im Vorfeld ausreichend über diese Themen zu informieren, um später keine unliebsamen Überraschungen zu erleben.

Ein erster Anlaufpunkt können hierbei die örtlichen Bauämter sein, welche bei Fragen gerne weiterhelfen. Auch ein Blick in den Bebauungsplan sowie in weitere relevante Gesetze und Verordnungen kann hilfreich sein. Wer sich an alle geltenden Bestimmungen hält, schafft eine solide Basis für eine erfolgreiche Grundstückserschließung und kommt schneller ans Ziel: der eigenen Traumimmobilie!

Schritt 2: Die Planung der Erschließungsmaßnahmen

Bevor mit den eigentlichen Erschließungsarbeiten begonnen werden kann, ist eine detaillierte Planung der Maßnahmen notwendig. Dabei müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, wie beispielsweise die Lage des Grundstücks und die vorhandene Infrastruktur in der Umgebung. Auch ökologische Aspekte sollten bei der Planung einbezogen werden, um negative Auswirkungen auf die Umwelt zu vermeiden. Im Idealfall wird ein professioneller Planer hinzugezogen, der Erfahrung in der Erschließung von Grundstücken hat und alle notwendigen Schritte koordinieren kann. Gemeinsam mit ihm können dann detaillierte Pläne erstellt werden, welche die einzelnen Erschließungsmaßnahmen genau beschreiben und auch eine Kostenaufstellung enthalten. Eine sorgfältige Planung ist dabei unerlässlich für einen reibungslosen Ablauf der späteren Arbeiten und trägt dazu bei, Kosten und Zeit zu sparen.

Schritt 3: Die Beantragung und Genehmigung von Baumaßnahmen

In Schritt 3 geht es um die Beantragung und Genehmigung von Baumaßnahmen. Sobald die Planung der Erschließungsmaßnahmen abgeschlossen ist, müssen Sie bei den zuständigen Behörden die erforderlichen Genehmigungen beantragen. Hierbei müssen Sie alle Vorschriften und Bestimmungen beachten, um eine reibungslose Abwicklung zu gewährleisten. Dazu gehören unter anderem Bauvorschriften, Umwelt- und Naturschutzauflagen sowie mögliche Einsprüche von Nachbarn oder Anwohnern. Es ist ratsam, sich frühzeitig über die notwendigen Schritte zu informieren und gegebenenfalls Fachleute hinzuzuziehen, um Fehler zu vermeiden und Zeit sowie Kosten zu sparen. Eine sorgfältige Planung und Durchführung der Beantragung und Genehmigung von Baumaßnahmen ist unerlässlich für eine erfolgreiche Grundstückerschließung.

Schritt 4: Die Durchführung der Erschließungsarbeiten

Nachdem die rechtlichen Grundlagen und die Planung der Erschließungsmaßnahmen erledigt sind, ist es an der Zeit, mit Schritt 4 fortzufahren: die Durchführung der Erschließungsarbeiten. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass alle notwendigen Genehmigungen vorliegen und gegebenenfalls ein Bauantrag gestellt wurde. Während der Durchführung sollten Sie regelmäßig den Fortschritt Ihrer Arbeiten kontrollieren und notwendige Anpassungen vornehmen. Dabei ist es wichtig, eng mit Ihrem Tiefbauunternehmen zusammenzuarbeiten und auch auf eventuelle Verzögerungen zu reagieren. Sobald alle Arbeiten abgeschlossen sind, muss eine Abnahme durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass alles nach Plan verläuft. Wenn keine Mängel festgestellt werden können, steht einer Nutzung des erschlossenen Grundstücks nichts mehr im Wege!

Schritt 5: Die Abnahme und Nutzung des erschlossenen Grundstücks

Hierbei geht es darum, zu gewährleisten, dass alle Arbeiten ordnungsgemäß durchgeführt wurden und das Grundstück nun tatsächlich nutzbar ist. In der Regel wird ein Abnahmeprotokoll erstellt, in dem alle durchgeführten Maßnahmen aufgelistet sind, sowie mögliche Mängel oder Unregelmäßigkeiten festgehalten werden. Sollten Mängel vorliegen, müssen diese vom Erschließungsträger behoben werden, bevor das Grundstück genutzt werden kann. Sobald die Abnahme erfolgt ist, steht einer Bebauung oder Nutzung des Grundstücks nichts mehr im Wege. Es empfiehlt sich jedoch, vorab noch einmal mit den zuständigen Behörden Rücksprache zu halten und gegebenenfalls weitere Genehmigungen einzuholen (z. B. für bestimmte Bauvorhaben).

Wie fallen die Kosten einer Grundstückserschließung aus

Die Kosten der Grundstückserschließung können je nach Lage, Größe und Art des Grundstücks sowie den örtlichen Gegebenheiten variieren. Zu den möglichen Kostenpunkten gehören:

  1. Erschließungsbeiträge: Diese werden von der Gemeinde oder Stadt erhoben, um die Kosten für die öffentliche Erschließung, wie den Bau von Straßen, Gehwegen, Beleuchtung, Kanalisation und Wasserleitungen, zu decken. Die Höhe der Erschließungsbeiträge wird in der Regel pro Quadratmeter Grundstücksfläche berechnet.
  2. Anschlussgebühren: Diese fallen an, wenn das Grundstück an die Versorgungsnetze für Strom, Wasser, Gas und Telekommunikation angeschlossen wird. Die Kosten variieren je nach Anbieter und erforderlichen Arbeiten.
  3. Vermessungskosten: Um das Grundstück genau zu vermessen und die Grenzen festzulegen, werden Vermessungsleistungen benötigt. Die Kosten dafür hängen von der Größe des Grundstücks und der Komplexität der Vermessung ab.
  4. Baunebenkosten: Zur Grundstückserschließung gehören auch Baunebenkosten wie Baugenehmigungen, Architekten- und Ingenieurleistungen, geotechnische Untersuchungen und Baugrundgutachten. Diese Kosten variieren je nach Projekt und individueller Planung.
  5. Private Erschließungskosten: Falls das Grundstück nicht vollständig öffentlich erschlossen ist, können weitere Kosten für den Ausbau von privaten Zuwegungen oder Zufahrten anfallen.

Es ist wichtig, dass jedes Grundstück individuell betrachtet wird, um genaue Kosten zu ermitteln. Eine Kontaktaufnahme mit der örtlichen Baubehörde oder einem Fachmann wie einem Makler, Bauingenieur oder Architekten kann hierbei hilfreich sein.

Ein Kommentar

  1. Wir haben gerade unser Gelände vermessen lassen. Jetzt wollen wir es erschließen lassen, um es an das öffentliche Versorgungsnetz anschließen lassen zu können. Ich wusste noch nicht, dass die Erschließung auch für alle anderen Baumaßnahmen notwendig ist. Das werde ich gleich meinem Mann erzählen.

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