Wie Hybridarbeit den Immobilienmarkt verändert

Wie Hybridarbeit den Immobilienmarkt verändert

(Partnerartikel) Der beispiellose Siegeszug der Hybridarbeit hat in der Arbeitswelt in den letzten Jahren einiges auf den Kopf gestellt. Mitarbeitende achten mehr auf eine gesunde Work-Life-Balance, Flexibilität ist für viele zum obersten Gebot geworden und die Annahme, dass Mitarbeitende nur im Büro ihre volle Leistung abrufen können, hat sich als Mythos herausgestellt. Es kommt daher wenig überraschend, dass Unternehmen wie Mitarbeitende langfristig am flexiblen Arbeitsmodell festhalten wollen. Die Kombination aus Homeoffice und Büroalltag ist für viele zur neuen Realität geworden.

Der Wandel hin zur Hybridarbeit und vor allem die dadurch veränderte Rolle des Büros wirken sich auch auf den Immobilienmarkt aus. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass eine verringerte Präsenz der Mitarbeitenden nicht sofort in einem kleineren Büro resultieren muss. Vielmehr zeigt sich, dass Büros den neuen Ansprüchen der hybriden Unternehmen gerecht werden müssen. Doch nicht nur die Suche nach dem perfekten Hybridbüro mischt in der DACH-Region den Markt für Gewerbeimmobilien auf. Auch die Entstehung von Co-Working-Spaces und flexibel anmietbaren Büroräumen sorgt für Veränderungen. Dank Hybridarbeit ist auf dem Immobilienmarkt nichts mehr so, wie es vor ein paar Jahren noch war.

Die aktuelle Lage auf dem Immobilienmarkt

Das Jahr 2022 hat eindrucksvoll gezeigt: Von den Auswirkungen der Corona-Pandemie ist auf dem Markt für Büroimmobilien nicht mehr viel zu spüren. Sowohl in Bezug auf den Umsatz als auch das Investitionsverhalten haben Büroimmobilien gegenüber den vorangegangenen Jahren wieder deutlich zugelegt und teilweise alle anderen Gewerbeimmobilienklassen übertroffen. Besonders in den größten Städten der DACH-Region konnte sich der Markt gegenüber den Ergebnissen vom Vorjahr spürbar erholen. Ein deutliches Zeichen dafür, dass Büros weiterhin sowohl für Unternehmen als auch Anleger:innen interessant bleiben. Auch für die kommenden Jahre sind die Prognosen positiv. Ist der Einfluss der Hybridarbeit also doch nicht so groß wie gedacht?

Mehr Hybridarbeit = Kleineres Unternehmensbüro?

Die Auswirkungen von Hybridarbeit auf den Büroalltag sind groß. Nur selten sind wirklich alle Mitarbeitenden vor Ort, sodass regelmäßig Schreibtische ungenutzt bleiben. Das ist weder für die Arbeitskultur im Büro förderlich noch macht es für die Unternehmen finanziell Sinn, Platz für leere Arbeitsplätze bereit zu halten. Als Reaktion auf diesen Leerstand haben sich deshalb viele hybride Unternehmen dazu entschieden, mit Hilfe von koordinierter Hybridarbeit auf Desksharing umzustellen und die Anzahl der vorhandenen Schreibtische an den veränderten Bedarf anzupassen. Durch diese Reduzierung der Arbeitsplätze könne Hybridunternehmen bis zu 30% ihrer Bürokosten sparen.

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Wie Hybridarbeit den Immobilienmarkt verändert

Die größte Kosteneinsparung im Vergleich zur früheren Büronutzung erzielen Unternehmen vor allem dadurch, dass sie die Größe des Büros an den neuen Hybridalltag anpassen. Wenn regelmäßig nur 80% der Arbeitsplätze belegt sind, dann kann eine Reduzierung der angemieteten Fläche durchaus Sinn machen. Eine Entscheidung, die sich aufgrund der geringeren Miete positiv auf die Bilanz eines Unternehmens auswirken kann. Auch die Nebenkostenabrechnung fällt dank koordinierter Hybridarbeit selbst bei gleichbleibender Bürogröße durch eine geschickte Reduzierung der Arbeitsplätze spürbar geringer aus.

Trotz dieses Einsparpotentials ist der Ansturm auf kleinere Büros und eine umfassende Reduzierung der Büroflächen durch Unternehmen ausgeblieben. Das liegt einerseits daran, dass auch beim Umstieg auf organisierte Hybridarbeit weiterhin ein Großteil der Arbeitsplätze gebraucht wird, um an beliebten Tagen genug Platz für alle Mitarbeitenden zu bieten. Andererseits entscheiden sich viele Unternehmen lieber dazu, die freigewordene Bürofläche zu behalten und umzugestalten anstatt sie zu reduzieren. So können sie weiterhin von Kosteneinsparungen durch geringeren Nebenkosten profitieren, während sie gleichzeitig ihr Büro geschickt an die veränderten Anforderungen ihrer Belegschaft anpassen. Hybridarbeit hat also keinen spürbaren Trend hin zu kleineren, dafür aber zu funktionalen und attraktiven Büroimmobilien ausgelöst.

Neue Bürokonzepte sind gefragt

Als Teil des hybriden Arbeitsalltags ist ein Arbeitstag im Büro für die Angestellten nur noch eine Option von vielen, für die sie sich jedes Mal aufs Neue aktiv entscheiden müssen. Umso wichtiger ist es daher für Unternehmen, die Attraktivität ihres Büros zu steigern und an die veränderten Bedürfnisse ihrer Belegschaft anzupassen. Nur so können sie sicherstellen, dass die Entscheidung ihrer Mitarbeitenden regelmäßig zugunsten des Büros ausfällt. Andernfalls riskieren sie, dass das Büro verwaist oder Talente langfristig abwandern.

In Bezug auf den Immobilienmarkt bedeutet Hybridarbeit deshalb vor allem, dass attraktive und flexible Büroräume gefragt sind. Eine gute Anbindung an den ÖPNV ist genauso wünschenswert wie nahegelegene Restaurants, großzügige Räumlichkeiten mit Gemeinschaftsbereichen sowie ausreichend Meetingräume und Telefonboxen. Immobilien, die solchen Ansprüchen gerecht werden und den sozialen Charakter des Büros hervorheben, werden auch in Zukunft verstärkt von Hybridunternehmen nachgefragt. Besonders Büroimmobilien, die Offenheit ausstrahlen und den Kontakt der Mitarbeitenden untereinander fördern, zählen zu den klaren Gewinnern. Einheiten hingegen, die über viele kleine Büros und eine Kochnische hinaus nicht viel bieten, werden von hybriden Unternehmen kaum noch nachgefragt. Ihnen mangelt es an Anziehungskraft und sozialem Flair. Und beides ist in Zeiten von Hybridarbeit für Büros unerlässlich, wenn sie auf dem Immobilienmarkt bestehen wollen.

Wie Hybridarbeit den Immobilienmarkt verändert

Alternativen zu klassischen Büros

Nicht nur in den klassischen Büros vollzieht sich dank Hybridarbeit ein klarer Wandel. Auch auf dem Immobilienmarkt selbst kommt durch das flexible Arbeitsmodell Bewegung. Denn  Mitarbeitende arbeiten längst nicht mehr nur vom unternehmenseigenen Büro aus. Es gibt immer neue Angebote, die Angestellten auch außerhalb ihres regulären Büros einen Arbeitsplatz bieten. Am bekanntesten sind dabei Co-Working-Spaces für Einzelpersonen sowie kleine Teams und flexibel anmietbare Büro- und Meetingräume für mehrere Mitarbeitende des gleichen Unternehmens. Diese alternativen Büroformen haben vor allem zwei Vorteile: Sie bieten Mitarbeitenden die Chance, auch außerhalb der Unternehmenszentrale von einer voll ausgestatteten Arbeitsstätte zu profitieren und bieten gleichzeitig viel Raum für soziale Interaktion.

Bei diesen neuartigen Bürokonzepten ist es besonders wichtig, dass sie den Nutzern volle Flexibilität bieten. Deshalb finden sich Co-Working-Spaces und modulare Büros nicht nur in großen Metropolen, sondern zunehmend auch in kleineren Städten oder sogar auf dem Land. Hier schließen sie die Büro-Versorgungslücke, die Mitarbeitende sonst zum Umzug oder zum langen Pendeln bewegt hat. Dem Immobilienmarkt tut die gestiegene Nachfrage nach Büros in diesen Regionen ebenfalls gut.

Um ihr Hauptziel, die Bereitstellung von flexiblem Büroraum in der Nähe der Mitarbeitenden, bestmöglich zu erreichen, müssen die Büroalternativen vor allem gut erreichbar sein. Darüber hinaus ist es bei diesen Angeboten besonders wichtig, dass sie den zwischenmenschlichen Austausch fördern. Sowohl große, offene Gemeinschaftsbereiche als auch genügend Meetingräume und Telefonboxen sind dabei hilfreich. Auch hier können also besonders großzügige und gut angebundene Immobilien punkten.

Hybridarbeit führt zu Selektion auf dem Immobilienmarkt

Zu Beginn der Hybridarbeit-Ära wurde oft befürchtet, dass das Büro für Unternehmen und Mitarbeitende an Bedeutung verlieren und der Büroimmobilienmarkt deutlich schwächeln würde. Keines der beiden Ereignisse ist jedoch eingetreten. Ganz im Gegenteil sogar. Ein gutes Büro ist so wichtig wie nie, denn es muss attraktiv genug sein, um die Mitarbeitenden weiterhin regelmäßig von einem Arbeitstag im Unternehmensbüro zu überzeugen und sich flexibel an das hybride Arbeitsmodell anpassen können. Für einige Unternehmen bedeutet das eine leicht reduzierte Fläche, für die meisten jedoch eine gezielte Umstrukturierung hin zu mehr Gemeinschaftsbereichen, Meetingräumen und Rückzugsorten. Auch eine gute Anbindung an den ÖPNV oder das Straßennetz ist unerlässlich. Nur so kann das Büro sein volles Potential entfalten und sich als Katalysator für Zusammenarbeit und Kreativität etablieren.

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Auch bei alternativen Bürokonzepten sind Lage und Raumbeschaffenheit besonders wichtig. Im Gegensatz zu den meisten Unternehmensbüros steigern sie die Nachfrage nach entsprechenden Immobilien auch außerhalb der großen Wirtschaftsstandorte in der DACH-Region. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob dieser Trend anhält. Doch bis dahin dürfte die Nachfrage nach modernen und flexiblen Büroflächen in guter Lage in vielen Regionen weiter steigen, während klassische Büros durchaus mit den Auswirkungen der Hybridarbeit auf den Immobilienmarkt zu kämpfen haben dürften.

Autorin: Katrin Rulle – deskbird

Ein Kommentar

  1. Unsere Erfahrung zeigt, dass in den letzten Jahren das Interesse an großen Büros abgenommen hat. Die Menschen bevorzugen flexible Büros oder das Arbeiten von zu Hause aus. Obwohl es in den letzten sechs Monaten einen Trend gibt, dass Unternehmen die Mitarbeiter dazu auffordern, wieder ins Büro zurückzukehren und es 2-3 Mal pro Woche zu besuchen, dies mit der Begründung einer höheren Produktivität im Büro im Vergleich zur Heimarbeit.

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